DER DUFT DER ALTEN ZEITEN

Die Zelttüre zur Määrthalle wird aufgestossen, der Holzboden knirscht und es duftet nach frischgebackenem Brot. Dieses Bild hat sich bei Luzia Roos-Bättig fest verankert – es ist ihre ganz persönliche Luga-Erinnerung.

Als Mädchen begleitete Luzia Roos ihre Mutter an die Luga. «Sie hat mit den Bäuerinnen in der Määrthalle ein spezielles Luga-Brot gebacken und verkauft», erklärt die heutige Luga-Messeleiterin. Luzia durfte jeweils mithelfen und war mächtig stolz darauf: «Die Luga-Zeit war für mich immer etwas ganz Besonderes». Schon Tage vor der Frühlingsmesse bereitete die Mutter von Luzia eine spezielle Mehlmischung vor und probierte erste Luga-Brote aus. «Ich sass am Küchentisch und schaute ihr zu», erinnert sich Luzia. Seither hat sie die Luga nicht mehr losgelassen und es macht ein bisschen den Anschein, dass die eine ohne die andere nicht kann!

Luzia zeigt wie's geht

Ungefähr 15 Jahre später stand Luzia als gelernte Hauswirtschaftlehrerin nämlich wieder in der Halle – und am Backofen. Die CKW Centralschweizerische Kraftwerke AG thematisierten das Energiesparen im Alltag. «Unser Stand war ganz hinten in der alten Festhalle auf der Bühne. In der dort spartanisch eingerichteten Küche haben wir an verschiedenen Geräten Tipps zum energiesparenden Backen gegeben – auch fürs Brotbacken», sagt Luzia schmunzelnd. Dieser Auftritt als Energie- und Hauswirtschaftsberaterin an der Luga zog sich dann einige Jahr dahin. «Ich kam immer gerne an die Luga. Die Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen, die vielen zum Teil sehr persönlichen Gespräche und die spezielle Messe-Atmosphäre haben mir sehr gefallen.»

Frischer Wind in der Ernährung

Luzia Roos ist auf einem Bauernhof in Kaltbach aufgewachsen. Sie ist mit der Landwirtschaft und Themen rund um die Ernährung sehr vertraut: «Viele Lebensmittel haben wir selber hergestellt und ich durfte dabei mithelfen.» 

Diese Kenntnisse sowie das neu erworbene Wissen aus der Marketingausbildung konnte sie während zehn Jahren beim Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband LBV umsetzen. Und auch als Leiterin Agrar Marketing des LBV: Ohne Luga ging's nicht. Sie hat tatkräftig mitgeholfen, der Luga frischen Wind zu verpassen. Auf Initiative des LBV und des Zentralschweizer Milchproduzentenverbandes ZMP, wurde die damals gemischte Gewerbehalle 4 zu einer Halle rund um heimische und regionale Ernährungsthemen weiterentwickelt. Sie erinnert sich an diese Jahre: «Als ich dann Projektleiterin Halle 4 und Määrthalle bei der Luga war, haben ich die Initiative ergriffen und die Bäuerinnen motiviert, eine Backstube zu organisieren – schliesslich gehört frisches Brot einfach dazu!» Dabei lernte Luzia die Messe Luzern immer besser kennen: «Ich war im intensiven Austausch mit dem damaligen Messeleiter Markus Lauber.» Und dieser war vom Engagement der Oberkircherin angetan. «Luzia hatte schon immer diesen Luga-Spirit und ich wusste, dass sie die Luga weiterentwickeln konnte», erinnert sich Markus Lauber. 

An vordester Front

Und so übernahm Luzia 2013 die Messeleitung der Luga: «Plötzlich stand ich auf der anderen Seite.» Dies sei aber oft ein Vorteil im Austausch mit den Ausstellern: «Ich weiss, was es heisst, während zehn Tagen an der Luga präsent zu sein und den Messeaufritt vorgängig zu planen.»

Seit ihrem ersten Besuch an der Luga hat sich viel verändert. Jedoch: Die Zelttür zur Määrthalle sieht immer noch gleich aus, der Holzboden knirscht und das frische Brot wird zubereitet – auch für die Messeleiterin, die sich einen duftenden Luga-Zopf für zu Hause nie entgehen lässt.

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Mit der Nutzung dieser Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Infos > OK