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Fahrspass in Obwalden

Das Kids Bike Village in Giswil ist ein Abenteuerpark für kleine Flitzer. Aber nicht nur: Auch Erwachsene haben hier Gelegenheit, ihre Fahrtechnik zu verbessern. Initiant Marcel Frangi hat einen Ort erschaffen, wo Kinder technische Fähigkeiten lernen, Fahrsicherheit gewinnen und Freude am Biken entwickeln.

Luga
Luzern, Schweiz

Text: Peter Küchler / Obwalden Tourismus 
Bilder: Luca Steiner, Zweiraab-Media GmbH / Zimmermann fotografiert
Erscheinung in der Luga-Zytig, 23. April 2026
Erscheinung der Gästezeitung Geheimtipp Obwalden, Sommer 2026


In der Nähe des bestehenden Pumptracks und des Fussballplatzes ist in Giswil ein Ort entstanden, der zum neuen Selbstverständnis eines modernen, familienfreundlichen Bike-Kantons steht: das Kids Bike Village. Eine Bike-Übungsanlage für Kinder ab drei Jahren – und ein Herzensprojekt seines Initianten Marcel Frangi.

Über Stock und Stein – so muss es sein!

Das im vergangenen Jahr eröffnete Kids Bike Village lässt sprichwörtlich die Herzen der Kinder höherschlagen: Die Trails umfassen insgesamt 600 Meter in mehreren Schwierigkeitsstufen – von Murmeltier (3 bis 5 Jahre) bis Steinbock Pro (10 bis 16 Jahre). Die Rundkurse begeistern mit Wellenmulden, Steilwandkurven, Holzrampen, kleinen Stufen, Brücken, Steinen und Wurzelpassagen. Alles ist so gestaltet, dass Kinder die Fahrtechnik wie Bremsen und Kurventechnik intuitiv erlernen,  spielerisch das Gleichgewicht üben, die Kontrolle über ihr Bike behalten – und Erwachsene mitbiken können.

Von der Vision zum Treffpunkt

Entstanden ist das Projekt aus einer einfachen Beobachtung: «Viele Kinder sind heute nicht mehr so beweglich, haben Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht sowie beim Auf- und Absteigen»,  bemerkt Marcel Frangi, Inhaber und Leiter der Bikeschule Mörlialp und der Schweizer Ski- und  Snowboardschule Giswil-Mörlialp. Für ihn war  daher klar: «Die Kinder brauchen einen Ort, an dem sie sich spielerisch bewegen und technische Fähigkeiten entwickeln können.»

Bau in Rekordtempo

Als Marcel Frangi vor einigen Jahren vom Konzept der Kids Bike League – einem modular aufgebauten Ausbildungsmodell für junge Bikerinnen und Biker – erfuhr, erkannte er seine Chance. Das standardisierte, kindergerechte System würde sich bestens anbieten, um seine Vision eines Kids-Bikeparks in Giswil zu realisieren. Von der Vereinsgründung über die Baubewilligung bis zur Eröffnung ging alles erstaunlich schnell. Neun Monate, um genau zu sein. Marcel Frangi staunt selbst darüber, wenn er davon erzählt. 


«Wenn die Kinder bei uns technische Grundlagen lernen, geben wir ihnen Sicherheit mit. Und den Eltern auch.»

Marcel Frangi


Die Gemeinde Giswil stellte 2000 Quadratmeter Land zur Verfügung und unterstützte das Vorhaben tatkräftig. Auch die Vorgeschichte half: Mit dem bestehenden Pumptrack und dem Bike Parcours war die Region bereits bikeaffin. Behörden und Bevölkerung wussten, dass die Initianten «keine halben Sachen» machen. Dazu kommt die regionale Bike-Entwicklung: Kanton und Tourismus setzen gemäss eigenen Aussagen verstärkt auf Bike-Angebote, neue Wege werden erschlossen, und die Region positioniert sich zunehmend als bikefreundliches Ziel für Familien und Einsteiger.

Für Sicherheit und Spass

Das Kids Bike Village versteht sich als Nachwuchsförderung und als eine Vorstufe zu grösseren Bikeparks oder anspruchsvolleren Strecken. «Wenn die Kinder bei uns technische Grundlagen lernen, geben wir ihnen Sicherheit mit. Und den Eltern auch», sagt Marcel Frangi. So sollen spätere Unfälle reduziert und insgesamt die Freude am Bikesport gefördert werden. Wichtig sei einzig, dass die Kinder mit passenden Bikes ins Kids Bike Village kommen: «Keine Strassenvelos und keine Räder mit Gepäckträger. Am besten Mountainbikes oder Dirtbikes.»

Neben dem Bike-Rundkurs gibt es eine kleine Buvette. Sie macht das Areal auch für Erwachsene zu einem beliebten Ausflugsziel: Während die Kinder fahren, geniessen die Eltern und Grosseltern Kaffee, Hotdogs oder eine Wurst und leisten mit ihrer Konsumation einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Kids Bike Village. Der Erlös finanziert nämlich den Unterhalt der Anlage, welche kostenlos genutzt werden kann, mit.

Raus aus dem Haus

Der Betrieb wird von einem kleinen Team getragen: von Marcel Frangi selbst, seiner Mitarbeiterin Susanne Furger und Freiwilligen, unterstützt von lokalen Sponsoren. Rund 200 bis 300 Stunden investiert das Team jeden Sommer in den Unterhalt: Rasen mähen, Steine wegräumen, Hindernisse ausbessern. Alles geschieht mit spürbarem Engagement. Jeden Tag schaut Marcel Frangi beim Kids Bike Village vorbei, ob alles in Ordnung ist. Das Projekt ist für ihn weit mehr als ein Job: «Es ist Herzblut. Ich will, dass die Kinder Freude haben und etwas lernen. Diese Erinnerungen nehmen sie mit aus der Kindheit und kommen vielleicht später mit ihren eigenen Kindern zurück.» Das Kids Bike Village ist genau dafür gemacht. Seine Botschaft an Ferien- und Tagesgäste ist entsprechend einfach und direkt: «Sie haben schon alles richtig gemacht, wenn sie mit ihren Kindern hierherkommen. Sie sollen rausgehen, sich bewegen und die Zeit zusammen geniessen.»


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