Wie auf hoher See

Text: Irene Reis / Bild: zVg

Die Schifffahrt ist in der Zentralschweiz ebenso verankert wie die Luga. Was passt am Eröffnungstag vom 26. April 2019 also besser auf die Eventbühne als ein Auftritt der Seemänner der Shanty Crew Tribschenhorn Luzern?

Rund 40 Tenöre und Bässe im «Chotali», mit Mütze und Halstuch singen begleitet von Akkordeon, Gitarre und Schiffersklavier beschwingt Seemannslieder, während ihr Blick über die Weite des Sees schweift. Was eher nach einem Bild aus dem hohen Norden tönt, gibt es auch in Luzern. Die Shanty Crew Tribschenhorn Luzern gibt unter der Leitung von Peter Lindenmann hierzulande Shantys zum Besten, also traditionelle und klangvolle Seemannslieder, die aus dem Seemannsbrauchtum stammen.


«Wir bringen Seefahrerromantik an die Luga und wollen damit am Eröffnungstag ein Highlight setzen»

Henry Müller, Skipper der Shanty Crew


Bereits hat der Chor zwei CDs herausgegeben. Auch nimmt er regelmässig an Festivals teil und gewann 2017 anlässlich des internationalen Shanty- und Seemannslieder-Festivals Ostsee gar den Festivalpreis. Seit 39 Jahren musiziert die Shanty Crew Tribschenhorn, die 1980 aus dem Segelclub Tribschenhorn hervorging. Damit ist sie nur ein Jahr jünger als die Luga. Nun kommt es erstmals zum Tête-à-tête, denn der Chor tritt am 26. April 2019 auf der Eventbühne auf. Die Truppe freuts: «Wir bringen Seefahrerromantik an die Luga und wollen damit am Eröffnungstag ein Highlight setzen», sagt Henry Müller, Skipper der Shanty Crew. 

Seefahrerromantik garantiert
Damit verspricht der Skipper nicht zu viel. Denn die Sänger leben die Seemannslieder, sind doch die meisten Mitglieder selbst Seemänner «binnen und buten», also auf den Seen und auf dem Meer. So leuchten ihre Augen, wenn sie im Lied «In Hamburg liegt ein Segelschiff im Hafen» ein entsprechendes Segelschiff mit lebendigen Worten beschreiben. Man nimmt ihnen die besungenen Abenteuergeschichten und Reiseerlebnisse aus Liedern wie «Sailing» oder dem «Samoa-Song» ab. Und wenn sie in «Rum aus Jamaika» davon singen, was passiert, wenn die Matrosen erstmals Rum anstelle von Schwarzem Tee geladen haben, kann man sich das heitere Treiben an Deck regelrecht vorstellen. Mit viel Witz, Charme und manchmal auch etwas Wehmut unterhalten die Shantys bestens. Insbesondere, wenn sie so authentisch vorgetragen werden. «Mit unserem Hobby, dem Singen, frönen wir unserer anderen Leidenschaft, der Seefahrt», bringt es der Skipper Henry Müller auf den Punkt.

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